Auf das Videoformat der virtuellen Spaziergänge bin ich schon vor über einem Jahr auf youtube gestoßen. Insbesondere auf die Videos eines Holländers in Asien. Das erste Video von ihm, welches ich mir angesehen habe, wurde in Jakarta/Indonesien gedreht. Das klassische Streetfilming beginnt bei ihm an einem Punkt in der jeweiligen Stadt und führt über eine Stunde lang über zum Teil verschlungene Wege und Straßen durch die Städte, welche er bereits bereist hat. Und das ohne Ansage von ihm oder Musik. Es ist einfach ein Spaziergang mit einer Steadycam mit Originaltönen. Der Vorteil des Streetfilming ist das realitätsnahe Darstellen von touristischen Destinationen. Bei geschnittenen und vertonten Tourismus-Videos bekommt man in der Regel immer einen falschen Eindruck von Städten, Landschaften usw. Weil solche Videos naturgemäß etwas verkaufen müssen, wird die Realität häufig ausgeblendet. Dies führt dann zur Enttäuschung der Touristen vor Ort, aber dann ist es bereits zu spät. Man hat die Reise bereits bezahlt und befindet sich mittendrin. So erging es mir bei meinem ersten Trip 1987 nach New York. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass das reale New York nicht das echte New York sein kann. In den Imagefilmen von New York sah man nur die tollen Hochhäuser und zum Beispiel nicht den wahren Zustand von New Yorks Straßen. Solche verschlissenen Straßen haben ich erst zwei Jahre später wieder in der DDR gesehen und heutzutage in NRW. Aber auch Los Angeles ist nur in einer kleinen Ecke so toll, wie man es in Filmen serviert bekommt: In Beverly Hills. Beverly Hills ist in Wirklichkeit sogar noch viel schöner als in allen Filmen. Das ist aber auch das einzige Beispiel für den umgekehrten Effekt im Tourismusmarketing.
Streetfilming (oder auch virtuelle Spaziergänge genannt) stellen einfach die Wirklichkeit dar. Man kann sich durch solche Videos auf Reisen vorbereiten und gegebenenfalls auch darauf verzichten, wenn man die Realität gesehen hat. Außerdem kann man damit virtuelle Reisen antreten, welche man überhaupt nicht realisieren möchte oder gesundheitlich nicht mehr verwirklichen kann. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass die zukünftigen Google Streetviews ohne solche Videos gar nicht mehr auskommen wird. Statische Bilder bilden auch nur einen Teil tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort ab. Deshalb findet man heute schon 360 Grad Fotos bei Google Streetview. In solchen Fotos kann man auch heute schon zum Teil hinter die Kulissen schauen. Und dieser Trend wird sich fortsetzen, zumal das echte Reisen in naher Zukunft wieder teurer werden wird und der Massentourismus der jüngeren Geschichte angehören wird.
Ich werde deshalb in diesem Blog regelmäßig neue virtuelle Spaziergänge bzw. Rundgänge durch Städte, Bauwerke und andere interessante Plätze vorstellen.
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| Bei Konstanz-Egg am Bodensee |
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| Allensbach am Bodensee |
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| Stolberg bei Aachen |
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